Lieber ein Uhu in der Wohnung als ein Spatz in der Hand

So über zwei Wochen ist meine Rückkehr aus dem bayrischen Wald nun her und ich hatte meine Ernährung umgestellt nach dem Heilfasten. Mittlerweile sind die ersten Erfolge sichtbar. Ich bin nun im Club der Uhus und nein damit sind nicht die Vögel gemeint, sondern die Leute die unter Hundert Kilo wiegen, was ich tatsächlich geschafft habe und es ist ein gutes Gefühl und im Nachhinein war es nicht so anstrengend wie gedacht, aber völlig notwendig. Zum Beweis ein Foto:

Weiterhin hatte ich heute ein Bewerbungsgespräch an der Hochschule Offenburg, um dort in der Verwaltung zu arbeiten. Das Gespräch war recht angenehm und es wurde viel zusammen gelacht. Jedoch gab es insgesamt etwa 40 Bewerber und das ist verdammt viel. Ich hoffe ich konnte mit meiner charmanten Art überzeugen. In wenigen Wochen werden wir sehen.

Im Mittelalter gab es auch keinen Strom

Gestern war ich gezwungen mein Bioness L300 für mein linkes Bein zur Repartur zu geben, da der Fußschalter defekt ist und das gesamte System eingeschickt wird.Dadurch bin ich nun gezwungewn ohne Strom zu laufen, da ich nicht bereit bin die alte Schiene zu tragen, da diese das Sprunggelenk nur unnötig steif macht, was ich nicht möchte. Aber bisher klappt das Laufen auch ohne Strom, wobei ich etwas langsamer laufe, was ich zugeben muss. Jedoch war ich heute bereits im Fitness und zwar mit dem Bus, also klappt das auch ganz gut. Auch der Weg von der Physio zur Ergo klappt ganz gut ohne Hilfsmittel. Beim Augentraining habe ich manchmal Erinnerungen an Elzach und wie ich aus dem Fenster Leute beim Gehen beobachtete in der Hoffnung wieder Fußgänger zu werden. Und langsam nähere ich mich diesem Ziel immer weiter an. Aber auch meine Hand vernachlässige ich nicht. Für kommende Woche habe ich einen Vertreter von ProWalk eingeladen, welche die Saebo-Schiene veräußern, die ich aus Gaillingen kenne und sehr sdchätze, welche jedoch als reine Therapieschiene benutzt werden wird in der Ergo, da ich Hilfe beim Anlegen brauche und daheim das H200 habe. Alles in allem mache ich in vielen Bereichen weiter Fortschritte, was hoffentlich anhält. Ebenfalls achte ich weiter auf meine Ernährung und bin weiterhin am abnehmen für den Sommer. Ich hatte ja die Massephase für beendet erklärt und es klappt gut.

Mayday in der Notaufnahme

Nach einer sehr anstrengenden Herreise nach Böbrach, Niederbayern, merkte ich im Bett, dass mich irgendwas am linken Oberarm schmerzt, dachte mir aber nichts weiter dabei. Ich fühlte mich seit Tagen etwas angeschlagen, fühlte sich nach leichter Erkältung an. Am nächsten Morgen, Montag, den 4.2.19 sprang ich ins Badezimmer und spürte wieder den Schzmerz am linken Arm, also guckte ich in den Spiegel und siehe da ein rießiger Abszess am Bizeps. Also greifte ich zum Hörer und rufte erst meinen Hausarzt an, der mir dringenst riet einen Arzt aufzusuchen, da es wegen der Hemi zu Problemen kommen könnte, also bin ich zur Rezeption und bat um Hilfe. Der nette Besitzer des Hotels fuhr mich zum ansässigen Arzt und dieser überwies mich sofort ins Krankenhaus nach einem kurzen Blick. Der Abszess war bereits derart fortgeschritten, dass nur noch ein operativer Eingriff möglich war, also ab ins Krankenhaus mit dem Taxi nach Viehtach, wo ich in ein Zimmer mit 3 alten Männern kam, um über Nacht zu bleiben, so dass die OP am Dienstag starten, etwas übertrieben wie ich fand, aber die Stelle sei sehr dumm gelegen, also in Ordnung.In der Notaufnahme wurde ich sogar vom Chefarzt begutachtet, der mich nach meiner Hemi fragte und ich ihm mit einpaar Schlagwörtern kurz und bündig alles erklärteund zwar: traumatische dissektion arteria carotis, mediainfarkt. da sprach er mir sein Bedauern aus, jedoch sagte er zugleich ich solle froh sein noch am Leben zu sein, weil bei dem Blutverlust müsste ich eigentlich tot sein, was mir so noch nicht ganz klar war und immer wieder erschreckend ist, wie knapp der Unfall doch war. Ich bedankte mich und sagte ihm gleich, dass ich nicht vor hätte lange hier zu bleiben, da ich eigentlich Urlaub machen wollte und nicht im Krankenhaus liegen. Kurz und bündig:

Die OP wurde auf Dienstag, 5.2.19 um 14.55Uhr gelegt, also musste ich nur 1 Nacht dort bleiben und das Fasten ging ja auch weiter. Aber anstatt 14.55 wurde es dann tatsächlich viel später, gegen 16.30Uhr. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Chirurgen, einem Siebenbürger , fühlte ich mich in guten Händen. Tatsächlich ist Lahr vielen Leuten hier ein Begriff. Die OP verlief gut und ich hatte und habe keinerlei Schmerzen. Die OP-Schwester sagte mir es sei viel Eiter im Abszess gewesen. Daher war auch mein Immunsystem ausgelastet und meine Erkältung breitete sich aus, da der Abszess das Immunsystem auf Trab hielt. Nach der OP und einer kleinen Pause ruhte ich mich etwas aus und trank was, da ich den ganzen Tag nüchtern war und schon Angst hatte nicht dran zu kommen. Mittlerweile ist Mittwoch und ich fühle mich etwas kränklich aber es geht Berg auf und ich bin wieder bei den Fastenleuten zugange, die mich alle vermisst haben. Ansonsten musste ich heute feststellen, dass meine Ladebuchse am Handy defekt ist, weshalb es sich nicht aufladen lässt. Etwas blöd aber ich habe mir mein DB Ticket ausdrucken lassen und mal kein Handy ist auch in Ordnung. Sobald ich zu Hause bin, lasse ich das Handy reparieren. Bis Sonntag halte ich das Fasten noch aus, wobei es schon schwer ist zu hungern, aber man gewöhnt sich dran.

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