Gasthaus zur guten Quelle damals und heute

Sehr verehrte Leserschaft,

und wieder neigt sich ein schöner Tag dem Ende mit spannenden Erkentnissen und gutem Training. Heute Vormittag war ich wie jeden Dienstag bei meiner Physio in und auch heute war ich gut am schwitzen und das nicht nur wegen der anhaltenden Hitzewelle. Während des Traings machte mich meine Physio auf meine Gangart aufmerksam, was typisch für hemis zu sein scheint, was ich im Laufe des Tages auch verstanden habe, und zwar drehe ich meine „schwache“linke Seite beim laufen nach vorne, was zur Folge hat, dass das rechte Bein mehr Arbeit übernimmt und die gelähmte Seite entlastet wird. Das ist völlig kontraproduktiv für die Genesung, da ich lernen muss die linke Seite zu benutzen. Daher habe ich heute beim „zum Essen laufen“ verschiedene Gangarten probiert und tatsächlich festgestellt, dass die linke Seite voraus läuft und das linke Bein mehr arbeitet, wenn ich mit rechts voraus laufe. Das behalte ich jetzt im Hinterkopf und versuche am Gang zu arbeiten in Zukunft. Mir selber fallen solche Sachen gar nicht auf, weil ich laufe wie ich nun mal laufe. Aber dafür ist die Physio ja auch da.  Auf jeden Fall wusste ich bereits heute Mittag, dass ich Nik abends treffen werde, um das Gasthaus tzur guten Quelle zu fotografieren.

Nik hatte das Gebäude bereits ausfindig gemacht.

Also begaben wir uns erst zu einem kleinen Abendessen in den Schlemmer, um Energie zu tanken für die vorstehende Mission. Nach dem Essen fuhren wir gleich zur heutigen „guten Quelle“, wo eine osteuropäische junge Dame direkt an der Ecke eine Zigarette rauchte, was das fotografieren des Gebäudes störte, also drehten wir eine Ehrenrunde und schasuten uns kurzdie Gegend drum rum an. Doch viel spannendes, bzw. altes fanden wir nicht, weil die Ecke eher zum Industriegebiet gehört und eher jung ist in Lahr. Beim nochmaligen durchfahren war die Dame verschwunden, also raus aus dem Auto und Perspektive suchen. Nik und ich als eingespieltes Team finden schnell den Winkel und die Perspektive und hier das Ergebnis:

 

Nach über 100 Jahren ist die gute Quelle noch sowas wie ein Gasthaus 😀 Nach dem Foto fuhren wir noch durch Dinglingen mit scharfem Auge auf den Häusern. Im Auto wurde der Stadtteil Langenwinkel und dessen Umsiedlung zwecks des Flugplatzes thematisiert, bei der Nik mit viel Wissen glänzte. Rund um ein spannender Abend und morgen steht mein Ausflug zur Stadtbibliothek an, weil noch viele Puzzleteile fehlen. Es bleibt spannend. Fraglich war und bleibt auch die Lage der oberen Schmiede! Ich werde auf jeden Fall weiter berichten.

Lieber zu spät als nie

Sehr verehrte Leser,

ich muss mich wohl zunächst für den verspäteten Beitrag entschuldigen, aber ich schiebe es mal auf das Wetter und den gestrigen Abend. Denn ich war zum Essen beim Griechen am Stadtpark eingeladen.

Mein Kumpel Eduard feierte seinen Geburtstag und da durfte ich scheinbar nicht fehlen, da ich auch der einzige Bekannte war, der eingeladen wurde. Ansonsten war Edis Freundin plus Anhang dabei, also zwei kleine Kinder. Da ein Tisch auf der Terrasse reserviert wurde, war das lange sitzen und das deftiges Essen nichts für alte oder schwache Menschen, jedoch kühlte mich zumindest das kühle Bier der Marke Hieronymus, was den ganzen Abend erst erträglich machte.  Es war trotzdem angenehm mal wieder beim Griechen zu speisen. Das Essen dort ist wirklich empfehlenswert, wie auch die Preise, die im vernünftigen Rahmen liegen.  Ich komme gerade aus der Krankengymnastik, wo ich   strampeln musste bis das linke Bein wieder anfängt zu tanzen. Jedoch habe ich heute auch großes Lob von meiner guten, aber harten Physio bekommen, dass auf jeden Fall Fortschritte zu sehen sind, was mich natürlich freut. Wir steigern auch immer die Komplexität der Übungen, was ja an sich was gutes ist, da ich mit der Zeit immer fitter werde und somit mehr, bzw. schwerere Sachen machen kann. Das bedeutet auch ich habe keinen festen, sondern einen dynamischen Trainingsplan. Wobei dies zur Zeit noch  für das Bein gilt. Mit der Hand muss ich erst an eine Schwelle hoch kommen, um dann dynamisch weiter machen zu können und diese Schwelle ist das bewusste Öffnen der Handm was zur Zeit leider noch nicht möglich ist, wobei ich mit meinem Home-Training kleine Fortschritte mache. Sobald das Öffnen klappt, öffnen sich somit ganz viele neue Trainingsmöglichkeiten und das Training wird wie beim Bein dynamischer. Das Kredo war und bleibt: „Stück für Stück“. In der jetzigen Rehabilitationsphase passieren keine Wunder mehr über Nacht, sondern jeder Erfolg basiert auf hartem Training, wobei mir da das Lied „Erfolg ist kein Glück“ in den Kopf schießt von Kontra k, dem ich nur beipflichten kann. Also mein Training geht eisern weiter, wobei heute Abend eine kleine Pause mit Nik geplant ist, denn die Suche nach Spuren der Vergangenheit geht heute weiter. Und morgen gibt es die Fahrt in die Stadtbibliothek, worauf ich mich schon sehr freue.

Nicht nur heiße Luft

Guten Abend liebe Leserschaft,

ein weiterer sehr heißer Tag, der Sonntag, geht zur Neige und es ist heute einiges passiert.  Zunächst habe ich heute fürstlich ausgeschlafen, was der Körper wohl gebraucht hat, da der Muskelkater heute deutlich besser ist. Nach einem satten Frühstück begab ich mich zunächst ins Training mit dem H200 von Bioness für die Hand, gefolgt von Bodenübungen nach etwas Verdauung. Danach war es Zeit etwas für den Kopf zu tun, also ab an den Laptop und einen Brief geschrieben an das Scheffel-Gymnasium, um eine Kopie meines Abi-Zeugnisses zu beantragen, da ich dieses bei mir nicht finden konnte in den letzten Monaten , es aber brauche, um mich an der Fernuni Hagen zu bewerben im Studiengang Rechtswissenschaften, was ich gestern bereits online abgeschlossen habe. Also ab den Brief verfasst, kein Problem. Den Brief in den Umschlag und verklebt,, um ihn morgen früh gleich abgeben zu können. So weit, so gut.  Meine Fernuni- Unterlagen legte ich zunächst in meinen gewöhnlichen Schrank  und machte mein tägliches Augentraining.

Es wurde Mittag und immer heißer und da ich noch alleine war, dachte ich mir jetzt nach dem fertigen Brief mache ich die Unibewerbung auch gleich fertig, da ich mich erinnert habe eine Kopie des Zeugnisses in einem Ordner zu haben, nur konnte ich die originale Urkunde nicht mehr finden. Ich begebe mich also auf die Suche nach der Kopie und stoße auf eine Menge alter Dokumente, die ebenfalls im Ordner liegen, alte Zertifikate von Workshops und derartiger Mist aus dem Studium, also Scanner an und die wichtigsten Dokumente gescannt, um sie als .pdf sauber in meiner Ablage zu archivieren. Der Stapel wird kleiner und plötzlich trifft mich ein Schlag: Oha ein gelbes dickes Blatt Papier. ist es denn möglich? Ja ist es, zack habe ich mein Zeugnis in der Hand . Haha. War ja klar, habe ja auch den Brief bereits abgegetippt.

 

Trotzdem freue ich mich, da ich scheinbar doch kein Dummkopf bin, der sein Abi-Zeugnis einfach verliert nach 11 Jahren. Das wäre schon etwas peinlich, also Glück gehabt. Das Zeugnis erstmal digitalisiert und in meinen Bilderrahmen gesteckt, welcher über meinem Bett hängt, mit allen anderen wichtigen Urkunden drin. So geht nichts verloren. Puhhh, damit wäre die lange Suche beendet und mir fällt ein Stein vom Herzen kein Dummkopf zu sein.  Aber zunächst ist der Papierkram für heute erledigt, ab weiter zum Training, wobei ich die ganze Zeit seit Morgens das H200 trage und es nebenbei arbeitet und die Muskeln und Sehnen der linken Hand dehnt und bewegt, was gut für die Hand ist. Es ist bereits Nachmittag und ich habe noch nicht gegessen, da Grillen auf dem Plan steht heute aber erst Abends, wenn die Sonne nicht so drückt. Also geht die Familie gegen 18 Uhr los in den Garten und ich etwa 15min hinterher. Auf dem Weg zum Garten begegne ich meinen alten Kumpel die Treppe und erinnere mich an meinen ersten Beitrag hier im Blog. Ich hatte damals versprochen die Treppe auch ohne Geländer runter zu laufen! Nochmal ein Bild zur Erinnerung:

Gesagt, getan. Ich halte mein Versprechen und laufe die Treppe zwar langsam, aber ohne Geländer runter. Juhuu. Im Garten angekommen, gibt es gleich was zu essen. Gutes Timing. Nach etwas Fleisch und Bier denke ich an Mittwoch und meine erste Busfahrt in die Stadtbibliothek und das ich die Fahrtzeit checken sollte auf dem Heimweg. Also laufe ich einen anderen Weg heim wie üblich, und zwar über die Zugbrücke Richtung Clarkes Bistro in der Flugplatzstraße zur Johann-Peter- Hebel Schule, die eine Bushaltestelle besitzt. Aber Moment mal, bin zu weit nach vorne gesprungen. Erstmal muss ich vom Garten auf die Rheinstraße und zwar verläuft der kürzeste Weg über eine rießige Treppe nähe der Gleise. Angekommen denke ich mir heute lege ich noch einen drauf und laufe die rießige Treppe ebenfalls ohne Geländer hoch.

Die Treppe ist wesentlich größer als die andere, aber mit etwas Übung klappt alles. Mein Gelaber ist nicht nur heiße Luft!

Stück für Stück immer weiter voran, das ist mein Kredo.Auf jeden Fall spazierte ich langsam aber sicher bis zur Haltestelle, um den Plan zu studieren. Das einzig nervige am spazieren gehen sind die lauten Autos, die mich doch noch stark stören, wie jeglich anderer Lärm. Offensichtlich tut sich mein Gehirn  noch schwer mit dem Filtern von lauten Geräuschen. Haltestelle angekommen- Aha: Linie 103 ist meine, die mich direkt in die Stadt bringt. Bingo! Vom Schlüssel komme ich auch gemütlich  zurück mit dem 109er. Perfekt. Ein Hoch auf die öffentlichen Verkehrsmittel! Auf jeden Fall freue ich mich auf Mittwoch und über meinen Fund heute.

 

Morgen Abend starten Nik und ich wieder eine kleine Suche nach alten Gebäuden. Also freut euch auf den morgigen Beitrag! Das zu suchende Objekt steht bereits fest, es ist das Gasthaus zur guten Quelle, welches auch in Dinglingen liegt. Übrigens habe ich gestern das Buch über Dinglingen bestellt bei Amazon. Bin sehr gespannt drauf,

Vorbereitung ist die halbe Miete

Guten Tag liebe Leserschaft,

heute gibt es einen ergänzenden Beitrag zum vorherigen “ Zurück in die Zukunft Nik“, welcher doch großen Anklang fand, wie ich soweit mitbekommen habe,  daher heute ein ergänzender funny fact.  Am Mittwoch Abend nach unserer kleinen Zeitreise ging Nik nochmal online auf die Homepage der Bürgergemeinschaft Dinglingen, um unser nächstes Gebäude ausfindig zu machen und spät Abends schrieb er mir wir sollen doch die Kohlehandlung Weber suchen, ob ich nicht schon mal ne Suche im Internet anfangen könne oder Indizien auf dem Foto finde.

 

Indizien auf dem Bild waren schwer fest zu machen, da keinerlei prägenden Anhaltspunkte zu sehen sind. Nun gut. Herausforderung angenommen!!Weber ist unser nächstes Ziel. Kurz darauf meldet sich Nik wieder freudig über den Fund der Kohlehandlung. Was wie schnell ging das denn und wir waren nicht mal unterwegs. Er gab mir den Tipp die alte Kruttenaustraße genauestens zu betrachten, also hier bitte, betrachtet selbst und prüft eure detektivischen Fähigkeiten!:

 

 

 

 

Was fällt euch auf? Wenn nichts, dann sorry schlechtes Auge. Im Hintergrund erkennt man eindeutig die Kohlehandlung Weber!!! Chapeau Nik dachte ich mir nur.  Für diejenigen mit Sehschwäche habe ich hier ein anderes Bild:

Völlig klar, dass es die Kohlehandlung sein muss. Also wurde damals in der Kruttenaustraße Kohle verkauft. Welch interessante Information, welche ein weiteres Puzzelstück ist im Gesamtbild Dinglingens.

Desweiteren habe ich mich heute nach kurzer Absprache mit Nik entschieden am Mittwoch, meinem trainingsfreien Tag, mit dem Bus zur Bibliothek zu fahren, um in alten Büchern über Dinglingen neue Objekte ausfindig zu machen, die wir dann gemeinsam nachjagen werden, also werde ich sozusagen etwas Vorarbeit in Form von Recherche leisten. Übrigens fahre ich mit dem Bus, damit ich in der Stadt nicht zeitgebunden bin, da niemand auf mich warten muss und ich will für mich selbst wissenwie es ist mit dem Bus in Lahr zu fahren. Meine letzte Busfahrt in Lahr liegt locker 16 Jahre zurück. Weiterhin darf ich ja kostenlos fahren. Unhd so ein kleiner Spaziergang durch die Stadt ist einfach ab und zu notwendig, da sich laufenden Geschäfte veränden oder wechseln, bzw. neue aöffnen usw. Diese Tatsache habe ich Freitag erlebt, als ich von der Ergo (  über der Pizza Factory) zur Physio ( beim Video Michele) zu Fuß lief, wobei mir die Stadtmitte ganz fremd vorkam und das nicht nur wegen den Menschen, nein eher hat sich das Stadtbild in der Zeit meiner Abwesenheit stark verändert. Also ist ein kleiner Spaziergang ab und zu einfach wichtig, um up-to-date zu bleiben. Auf jeden Fall werde ich kommenden Mittwoch darüber berichten. Lustigerweise habe ich meinen alten Bibliotheksausweis auf Anhieb gefunden in meiner Kiste mit diversen Karten.

 

 

Ordnung  ist nun mal die halbe Miete, wie auch eine saubere Vorbereitung. Ich freue mich auf weitere Funde und Abenteuer mit Nik.

 

PS: Mich plagtwie schon öfters die letzten Wochen ein Muskelkater, der ein Indikator für hartes Training ist. Woche für Woche immer etwas weiter voran. Das Augentraining wie auch das physische.

Zurück in die Zukunft mit Nik

Heute war ein sehr spannender Abend, da Nik und ich Detektive gespielt haben und alte Gebäude in Dinglingen ausfindig machen wollten. Auf diese ganze Geschichtssuche brachte mich meine Physiotherapeutin, die mir sagen konnte, dass bevor der real gebaut wurde an der Stelle ein Waisenhaus stand. Bei einem normalen Abend mit Nik tranken wir am Parkplatz des reals ein Bier vor wenigen Wochen und fragten uns was wohl früher einmal da stand. Irgendwie speicherte sich diese Frage bei mir ab und die Antwort von Meine Physio hatte mich so fasziniert und Nik auch, dass wir entschlossen einige Nachforschungen anzustellen, womit wir heute Abend begannen und im Forgenden kommen jetzt die vorher/nachher Fotos der jeweiligen Gebäude. Zunächst fingen wir an uns Proviant zu verschaffen, also ab zur Agip und kaltes Bier tanken! Die Vorarbeit übernahm ich gestern mit der Beschaffung von alten Fotos auf http://www.dinglingen.de/bilder-alt-2/ 

Wir entschlossen uns zu aller erst dieses Gebäude ausfindig zu machen, da die Indizien für den Bahnhof sprachen. Auf dem Gebäude stand: Bahnhofhofhotel = Post. Also ab zum Bahnhof auf der Suche nach disem Gebäude hier

Schnell merkten wir, dass es nicht so einfach ist ein altes  Gebäude in der Neuzeit wieder zu erkennen, doch mit etwas Glück und der richtigen Menge Bier wurden wir schlagartig fündig. Das hervorstehende Dach gab mir den Hinweis und siehe da wir standen vor dem Haus, das heute so aussieht:

Wir versuchten sogar die selbe Perspektive für das Foto zu finden, um die Parallelen besser zeigen zu können. Nik machte die super Aufnahmen und ich assistierte mit dem Originalfoto. Die ersten Glücksgefühle über den schnellen Fund machten sich breit und wir waren sicher die restlichen Objekte in Kürze zu finden. Zu früh gefreut, denn dann ging es zum alten Adler, der hier

auf dem Foto zu sehen ist:

Beim Adler angekommen erkennen wir beide auf Anhieb keinerlei Ähnlichkeiten!  Was ist mit unserer guten Nase los? Wir steigen aus dem Auto, um näher ans Gebäude zu gehen, unter beobachteten Blicken der essenden Leute im Istanbul-Döner laufen wir auf der Kruttenaustraße rum mit Handys in der Hand, den Blick immer wieder auf den Adler gerichtet. Doch plötzlich erkennt Nik Parallelen! Welch Freude. Eine Furche und die Anordnung der Fenster verrät, dass vom alten Adler nicht mehr viel übrig geblieben ist. Fast der komplette rechte Teil musste weichen für eine Bäckerei. Der alte Kern befindet sich jedoch auf der linken Seite was das Foto von heute zeigt. Die Fensteranordnung ist noch die selbe, wie auch eine Furche oder Kante, die Nik den entscheidenden Hinweis gab. Seht selbst was aus dem alten Adler wurde:

 

 

 

 

Wieder kam das Glücksgefühl hoch einen Treffer gelandet zu haben. Wo wir schon an der Kreuzung waren fiel mir ein altes Bild ein der Jruttenaustraße 1:

 

Nik und ich suchen den damaligen Standort des Fotografen, um die richtige Perspektive auf die jetzt völlig anders aussehenden Häuser zu haben und siehe da wieder ein Treffer und das in der Straße in der ich wohne! Da musste ich dann auch aufs Foto rauf!

Fast wie eine Zeitmaschine.

 

 

 

 

Also hatten wir meine Straße geklärt, die Kruttenaustrasse. Es wurde Zeit Niks Straße zu besuchen, denn auch von der Schlittengasse hatten wir Bildmaterial, wobei die Suche einfach war, weil Nik gleich wusste, dass es das unterste Haus der Straße sein musste und sie da wieder ein Treffer:

 

 

 

 

 

 

 

 

Okay im laufe der Jahre wurde etwas umgebaut, aber es war definitiv das Haus. Als nächstes Objekt nahmen wir uns das Gasthaus Linde vor. Ich kannte nur eine Kneipe namens Linde, die aber in Mietersheim liegt. Das Bild alleine war uns kein Anhaltspunkt, also surgte Nik kurz im Netz und zack Volltreffer: Nähe der Schlittengasse gibt es eine Bushaltestelle, die Linde heißt. Hmmm seltsam, woher wohl dieser Name? Es steht zumindest keine Linde in der Nähe, also muss der Name vom Gasthaus in der Nähe kommen

 

Hier die alte Linde:

Wir lassen das Auto stehen und laufen zur Bushaltestelle und zack noch ein Treffer, ein unauffälliges Haus, das gar nicht so alt wirkt steht vor uns und die Fensteranordnung passt wieder! Treffer

 

Auffällig auch das spitze Dach.

 

 

 

Die Liste der gefundenen Häuser wird immer länger und die Blase immer voller. Nach einem kleinen Stellungswechsel fahren wir kurz durch Dinglingen und schauen einfach jedes alte Gebäude an auf der Suche nach dem Sonnenplatz, den wir zwar vom Foto her sofort erkennen, uns aber doch nochmal den heutigen Sonnenplatz anschauen wollen. Sofort fällt uns das Gasthaus „zur Sonne“ auf, wir sin

dem Ziel nahe.

 

 

 

 

 

Ich finde auf dem Handy noch ein anderes Foto des Hirschplatzes, wo auch der Adler steht und wir beschließen das Foto nach zu stellen und die Perspektive stimmt, jedoch ist es plötzlich dunkel geworden verdammt. Die Zeit ist wie im Flug vergangen und wir hatten ja ausschließlich Erfolge zu verzeichnen, also ein letztes Bier und dann „Zurück in die Zukunft Nik!“  Morgen musst du zur Arbeit und ich zur Physio, wo Miriam auf mich wartet, die diesen Stein mit ins Rollen gebracht hat. Aber sehr informativer und cooler Abend! Schon cool, wenn man seine Stadt besser kennt. Übrigens hier die Szene, die  wir nachstellen wollten:

 

 

 

 

Heute sind Nik und ich weit gekommen in der kurzen Zeit, aber einpaar Rätsel gibt es noch, die es aufzuklären gilt, wie zum Beispiel wo ist die obere Schmiede?

Wie es früher mal war?

Der gestrige Abend mit Nik hat mich heute dazu gebracht nach der Johannis Druckerei zu forschen. Bei der Physiotherapie erzählte mir meine Physio auf Anfrage nach dem real in Dinglingen, unweit von meinem Wohnort, dass sich an dieser Stelle früher ein Kinderheim befand, also quasi ein Waisenheim.  Sie habe dies in einem Buch über Dinglingen gelesen. Daheim angekommen recherchierte ich das kurz und fand folgendes Foto :

Diese kaum fassbare Geschichte verleitete mich zu weiteren Recherchen über Lahr und Dinglingen. Und ich fand erstklassige Bilder, die die Gegend, die ich seit Kind auf kenne, in einem anderen Licht zeigen, wie den Hirschplatz und die Hirschapotheke:

Hier der Hirschplatz damals, wobei man ihn gut erkennt meiner Meinung nach.

 

Über die Johannis Druckerei, in deren Arbeiterwohnung ich zur Zeit noch wohne, fand ich heraus, dass es schon immer eine Druckerei war und 1896 gegründet wurde und seit 2010 insolvent ist. Dieses  Gründungsdatum scheint auch das ungefähre Baujahr unseres Hauses zu sein. Auf jeden Fall ein sehr interessanter und informativer Tag für mich.  Ich werde Nik einen Besuch im neuen Stadtmuseum vorschlagen, um evtl. mehr über die Historie Lahrs zu erfahren.

 

 

 

 

Home sweet home

Heute durfte ich die neue Wohnung meines Freundes Nik sehen und war positiv überrascht über die große und minimalistische Wohnung, die natürlich noch nicht komplett fertig ist, jedoch sind die wichtigsten Sachen fertig, wie das Wohnzimmer und die Küche. Einen besonderen mittelmeer-Flair erlebt man auf dem zum Innenhof gerichteten Balkon, der einem ein Urlaubsgefühl gibt, wie in Italien dank der südländischen Architektur, wie auch der leichten Brise, die an Strand erinnert.  Mein Resümee: eine schöne Wohnung, sehr stadtnah und gut geschnitten. Die Geschichte des Gebäudes wäre sehr interessant zu erfahren, wobei es sehr nach einer alten Fabrik aussieht, die im Laufe der Zeit zu einer Wohnung umgebaut wurde: klassische SAtadtkernerweiterungsmaßnahme.  Auch der zweite Stock war für mich keinerlei Problem, selbst mit einem vollen Magen und paar Bier intus machbar.  Zum Thema wurde schnell die geschichtliche Entstehung Lahrs und deren Folgen.  Also ein netter Spaziergang durch die Stadtmitte mit anschließendem Abendessen und einer Wohnungsbesichtigung stellt keinerlei Probleme dar. Noch völlig undenkbar vor einigen Monaten. So blickend auf die neue Wohnung von Nik, wächst in mir ebenfalls der Dang nach den eigenen vier Wänden, also nicht als Kauf, sondern einfach der Auszug von Daheim, um die Freiheiten des Alleinseins genießen zu können. Doch dies steht unumstößlich auf der To-Do Liste und gehört zur näheren Zukunftsplanung meinerseits. Alles in allem ein gelungener Abend, wobei ich mich jetzt auch auf mein Bett freue, aber so muss das sein. Am Ende eines erfolgreichen Tages, legt man sich erschöpft zum Schlafen ins Bett, denn es ist erst Montag und die Woche beginnt erst. Weiterhin habe ich einen erstklassischen Filmtipp erhalten vom Filmexperten Niklas: „Alles koscher“. Diesen Streifen werde ich mir auf jeden Fall  anschauen, da sich die Geschichte bereits sehr lustig anhört: Ein gläubiger Moslem erfährt plötzlich, dass er in Wahrheit ein Jude ist. Klingt nach einer guten Komödie. Wenn die Woche bereits so gut beginnt, dann freut mich das sehr. Morgen gehts wieder gut weiter mit Sport in der Physio, wo meine Physiotherapeutin Miriam mich schwitzen lässt, denn von nichts kommt nichts. Nach einer Stunde mit ihr zittert mein linkes Bein wie verrückt und ich bin manchmal froh es die Treppe runter geschafft zu haben  und im Auto zu sitzen. Aber hauptsache es tut sich was hinsichtlich Regeneration, wobei ich mit Miriam eine gute Therapeutin gefunden habe, die mich gut ans Limit bringt und neue Anregungen liefert für gute Übungen. Denn die Hauptarbeit findet zu Hause im Selbsttraining statt!!! Doch gegen gute Anregungen und  Tipps habe ich keine Einwände. Besonders wenn es um das Gangbild oder ähnliches geht. Ich denke im großen und ganzen schlage ich mich ganz gut, da ab und zu ein lobendes Wort fällt. Zu viel Lob darf auch nicht sein, da sonst ein Kuschelkurs droht.  Hauptsache ich freue mich auf die Therapie und ich selbst sehe die Fortschritte, was durchaus der Fall ist.

Spaziergänge sind nicht nur für alte Leute

Bei dem heutigen schönen Wetter traute ich mich nach draußen, um  einen kleinen Spaziergang zu machen Richtung Schrebergarten, wo die ersten schon heim sind, weil ich zu spät kam, nicht schlimm, da man derart in Ruhe speisen kann. Auf jeden Fall ist der Weg am Bach entlang immer etwas unangenehm für nen Hemi, da rücksichtslose Fahrradnazis und andere Sportfreunde die Strecke als Rennstrecke missbrauchen, was mich dazu zwingt kleine Abkürzungen zu nehmen um unverletzt und lebend ans Ziel zu kommen. Wie sich mein Blick geschärft hat hinsichtlich Barrierefreiheit bei Toiletten und Gaststätten, nachdem ich 6 Monate selbst im Rollstuhl saß, so entwickelte ich mittlerweile auch einen Blick für Abkürzungen und risikofreie Strecken. Wie auch immer benutze ich um in den Garten zu kommen eine etwas andere Strecke, als gewohnt, da ich beim Spazieren immer Kopfhörer trage, um mich von der Außenwelt zu isolieren und um natürlich motivierende Musik zu hören, was sehr angenehm ist beim Laufen. Auf jeden Fall benutze ich bei der vorhin erwähnten Strecke eine große und etwas geheime Treppe, die hier zu sehen ist:

 

Auf dem Hinweg benutze ich sie von oben nach unten, also mit dem Geländer rechts. So weit so gut.  Auf dem Rückweg heim habe ich in der Vergangenheit eine andere Strecke benutzt, da mir die Treppe ungeeignet schien für den Rückweg, da  von unten nach oben ist das Geländer links und somit unbrauchbar für mich. Jedoch habe ich mich heute entschlossen die verdammte Treppe trotzdem aufzusteigen und siehe da es klappte beim ersten Anlauf. Bin die Stufen grazilhinauf gekommen und konnte somit gemütlich nach Hause laufen. Klingt für den Durchschnittsbürger vielleicht nicht sehr spektakulär, jedoch für mich ist das ein kleiner Erfolg auf dem Weg der Genesung, wenn ich bedenke wie ich mit meiner ersten Physio trainiert habe eine Treppe ohne Geländer nur mit der Berührung der Wand zu besteigen.  Denn nicht jede Treppe da draußen hat immer ein Geländer. Auf jeden Fall hab ich mich heute etwas über diese „Meisterleistung gefreut, wobei mir dann ein Spruch eines Mitpatienten einfiel, der sagte , dass rauf immer leichter sei wie runter, was ich mittlerweile auch so bestätigen kann. Gleich das nächste kleine Ziel abgesteckt. Nächstes mal benutze ich die Treppe runter wie rauf ohne Geländer.  Trotzdem war dieser heutige Moment so prägend für mich, dass ich gleich ein Foto von der Treppe machte, da ich auch gleich an meinen Blog hier dachte. Morgen gehen wieder die regulären Therapien los, was mich freut, da ich mich mit den meisten Therapeuten auch privat gut verstehe und  der Muskelkater immer noch anhält, was mich doch wundert, weil ich heute verdammt lange geschlafen habe.

Übrigens ist seit heute der Arthur Lang Shoop online gegangen!!! Check it out!! Einfach auf der Startseite auf „Shop“ klicken.

Ich werde gleich nach Beendigung dieses Beitrages ein neues Produkt einpflegen. Und so wird der Shop nach und nach immer größer ;)) stuck fur stuck.

Schatz ich habe die Pille vergessen

Es ist soweit, und nein niemand ist schwanger. Ich nehme heute seit über 1 Jahr das erste Mal keine Medikamente. Die pure Entgiftung für den Körper. Wenn ich den Sonntag heute ohne Zwischenfall rum bekomme, dann ist es der ultimative Beweis für die Unfähigkeit der Medizin den Grund eines Leidens zu identifizieren. Durch meinen ersten epileptischen Anfall in der Hochschule offenburg wurde ich medikamentös eingestellt. Dieser Anfall war im März 2017. Doch die Frage die mich lange plagte warum gerade an diesem Tag und warum nie früher in der Reha in elzach? Der Grund für den Anfall war sehr mysteriös, und trotzdem wurde ich einfach mit Medikamenten behandelt ohne genau zu wissen was genau der Grund war. Jetzt habe ich entschieden die Sache selbst in die Hand zu nehmen und setze die Pillen eigenmächtig ab. Dafür übernehme ich auch vollends die Verantwortung.

Nein zur Pharmalobby

Heute ist Samstag, der 21.7.18 und ich habe heute meine Epelepsietabletten halbiert, um sie morgen langsam abzusetzen. Ich habe diesen Schritt im Vorfeld schon mal mit meinem Neurologen besprochen und die Prozedur ist ganz einfach: Erst Reduktion der Dosis, dann Gewöhnung und dann Absetzung, was auch ein großes Ziel ist, da ich nicht ewig diese hochdosierten Tabletten schlucken möchte. Und seltsam ist auch das ich Silvester 2017 zusammen mit Corina gefeiert habe und damals auch Alkohol trank ganz ohne Medikation, also war es möglich. Seither ist viel passiert und ich komme im Alltag immer besser zurecht, was gut ist , da die Stabilität im Alltag ganz wichtig ist.  Es gibt die Theorie, dass epileptische Anfälle durch motorische Konflikte ausgelöst werden, was ich mittlerweile bestätigen kann, da selbst erlebt. Stabilität im Alltag führt zur Vermeidung von Situationen in denen motorische Konflikte entstehen können. Daher habe ich die Entwöhnung jetzt auch auf das Wochenende gelegt, damit ich in Ruhe meine Theorie bestätigen kann oder widerlegen. Wird sich morgen zeigen, da ich Abends mit Niklas ausgehen werde ohne Medikation. Ein Stück mehr Normalität.

Mir fällt gerade auf, dass dies mein erster Blogeintrag ist, jedoch bestimmt nicht der letzte. Übrigens arbeite ich zur Zeit an Liegestützen :)) Stuck fur Stuck, wie mein alter Pfleger Getano zu sagen pflegte. Mein Muskelkater im Hintern tut noch weh, aber dadurch merke ich im Training welche Muskeln beansprucht werden.

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