Heute war ein sehr spannender Abend, da Nik und ich Detektive gespielt haben und alte Gebäude in Dinglingen ausfindig machen wollten. Auf diese ganze Geschichtssuche brachte mich meine Physiotherapeutin, die mir sagen konnte, dass bevor der real gebaut wurde an der Stelle ein Waisenhaus stand. Bei einem normalen Abend mit Nik tranken wir am Parkplatz des reals ein Bier vor wenigen Wochen und fragten uns was wohl früher einmal da stand. Irgendwie speicherte sich diese Frage bei mir ab und die Antwort von Meine Physio hatte mich so fasziniert und Nik auch, dass wir entschlossen einige Nachforschungen anzustellen, womit wir heute Abend begannen und im Forgenden kommen jetzt die vorher/nachher Fotos der jeweiligen Gebäude. Zunächst fingen wir an uns Proviant zu verschaffen, also ab zur Agip und kaltes Bier tanken! Die Vorarbeit übernahm ich gestern mit der Beschaffung von alten Fotos auf http://www.dinglingen.de/bilder-alt-2/
Wir entschlossen uns zu aller erst dieses Gebäude ausfindig zu machen, da die Indizien für den Bahnhof sprachen. Auf dem Gebäude stand: Bahnhofhofhotel = Post. Also ab zum Bahnhof auf der Suche nach disem Gebäude hier

Schnell merkten wir, dass es nicht so einfach ist ein altes Gebäude in der Neuzeit wieder zu erkennen, doch mit etwas Glück und der richtigen Menge Bier wurden wir schlagartig fündig. Das hervorstehende Dach gab mir den Hinweis und siehe da wir standen vor dem Haus, das heute so aussieht:

Wir versuchten sogar die selbe Perspektive für das Foto zu finden, um die Parallelen besser zeigen zu können. Nik machte die super Aufnahmen und ich assistierte mit dem Originalfoto. Die ersten Glücksgefühle über den schnellen Fund machten sich breit und wir waren sicher die restlichen Objekte in Kürze zu finden. Zu früh gefreut, denn dann ging es zum alten Adler, der hier
auf dem Foto zu sehen ist:

Beim Adler angekommen erkennen wir beide auf Anhieb keinerlei Ähnlichkeiten! Was ist mit unserer guten Nase los? Wir steigen aus dem Auto, um näher ans Gebäude zu gehen, unter beobachteten Blicken der essenden Leute im Istanbul-Döner laufen wir auf der Kruttenaustraße rum mit Handys in der Hand, den Blick immer wieder auf den Adler gerichtet. Doch plötzlich erkennt Nik Parallelen! Welch Freude. Eine Furche und die Anordnung der Fenster verrät, dass vom alten Adler nicht mehr viel übrig geblieben ist. Fast der komplette rechte Teil musste weichen für eine Bäckerei. Der alte Kern befindet sich jedoch auf der linken Seite was das Foto von heute zeigt. Die Fensteranordnung ist noch die selbe, wie auch eine Furche oder Kante, die Nik den entscheidenden Hinweis gab. Seht selbst was aus dem alten Adler wurde:

Wieder kam das Glücksgefühl hoch einen Treffer gelandet zu haben. Wo wir schon an der Kreuzung waren fiel mir ein altes Bild ein der Jruttenaustraße 1:

Nik und ich suchen den damaligen Standort des Fotografen, um die richtige Perspektive auf die jetzt völlig anders aussehenden Häuser zu haben und siehe da wieder ein Treffer und das in der Straße in der ich wohne! Da musste ich dann auch aufs Foto rauf!
Fast wie eine Zeitmaschine.
Also hatten wir meine Straße geklärt, die Kruttenaustrasse. Es wurde Zeit Niks Straße zu besuchen, denn auch von der Schlittengasse hatten wir Bildmaterial, wobei die Suche einfach war, weil Nik gleich wusste, dass es das unterste Haus der Straße sein musste und sie da wieder ein Treffer:


Okay im laufe der Jahre wurde etwas umgebaut, aber es war definitiv das Haus. Als nächstes Objekt nahmen wir uns das Gasthaus Linde vor. Ich kannte nur eine Kneipe namens Linde, die aber in Mietersheim liegt. Das Bild alleine war uns kein Anhaltspunkt, also surgte Nik kurz im Netz und zack Volltreffer: Nähe der Schlittengasse gibt es eine Bushaltestelle, die Linde heißt. Hmmm seltsam, woher wohl dieser Name? Es steht zumindest keine Linde in der Nähe, also muss der Name vom Gasthaus in der Nähe kommen
Hier die alte Linde:
Wir lassen das Auto stehen und laufen zur Bushaltestelle und zack noch ein Treffer, ein unauffälliges Haus, das gar nicht so alt wirkt steht vor uns und die Fensteranordnung passt wieder! Treffer

Auffällig auch das spitze Dach.
Die Liste der gefundenen Häuser wird immer länger und die Blase immer voller. Nach einem kleinen Stellungswechsel fahren wir kurz durch Dinglingen und schauen einfach jedes alte Gebäude an auf der Suche nach dem Sonnenplatz, den wir zwar vom Foto her sofort erkennen, uns aber doch nochmal den heutigen Sonnenplatz anschauen wollen. Sofort fällt uns das Gasthaus „zur Sonne“ auf, wir sin
dem Ziel nahe.

Ich finde auf dem Handy noch ein anderes Foto des Hirschplatzes, wo auch der Adler steht und wir beschließen das Foto nach zu stellen und die Perspektive stimmt, jedoch ist es plötzlich dunkel geworden verdammt. Die Zeit ist wie im Flug vergangen und wir hatten ja ausschließlich Erfolge zu verzeichnen, also ein letztes Bier und dann „Zurück in die Zukunft Nik!“ Morgen musst du zur Arbeit und ich zur Physio, wo Miriam auf mich wartet, die diesen Stein mit ins Rollen gebracht hat. Aber sehr informativer und cooler Abend! Schon cool, wenn man seine Stadt besser kennt. Übrigens hier die Szene, die wir nachstellen wollten:

Heute sind Nik und ich weit gekommen in der kurzen Zeit, aber einpaar Rätsel gibt es noch, die es aufzuklären gilt, wie zum Beispiel wo ist die obere Schmiede?