Physio im Urlaub 2023 Sardinien Golfo Aranci

Hallo Blog, wir waren vom 24.05.23 bis zum 03.06.23 auf Sardinien im Urlaub und es war wunderschön. Zum Glück hatte das Hotel einen eigenen Shuttle-Service wodurch wir viel Erkundungen starten konnten und so sind wir zu einem abgelegenen Strand gefahren, der abgesperrt war wegen „Erdrutschgefahr“ doch sowas hält mich natürlich nicht ab den Strand zu betreten, hier ein Video vom Hochsteigen, als wir zurückgingen. Mittlerweile war ich sogar mehrmals auf meiner neuen Leiter im Garten ganz oben, um an der Regenrinne etwas zu reparieren, also es geht Berg auf und immer mehr ist möglich, immer wieder Progress! das ist wichtig. Kein Stillstand.

Company of Heroes

Seit dem 20.02.21 befinde ich mich in der Reha in Gailingen, wo ich bereits vorher 2 mal war, 2017 und 2018 und dieses mal kenne ich schon die Gegend und einige Leute und wurde bereits von mehreren Leuten wiedererkannt. Am ersten Wochenende meiner Ankunft, dem 22.2 beschlossen ich und einige Bekannte hier eine Tour in den Wald zu machen, wobei ich einen Hauptmann des Heeres kennenlernte, der etwa in meinem alter ist. Ein sehr interessanter Mensch und voller interessanter Geschichten. Erste Frage nach dem Kennenlernen war: Russland oder Kasachstan? Und ich musste bereits lachen 🙂 Auf jeden Fall hatte ich mein L300 am Bein an, das ich seit 2017 besitze und wir marschierten los zum Aussichtsturm, ein beliebter Hotspot hier in der Gegend für Patienten, da der Blick auf die Gegend sehr schön ist. Angekommen am Turm, etwa 800m, fühlte ich mich bereits etwas erschöpft, da meine Kondition etwas gelitten hat ween Corona und dem fehlenden Fitnessstudio! Auf jeden Fall wollten wir einen großen Bogen/Kreis machen durch den Wald, ca. 3km, um in die Klinik zurück zu kommen, ich war völlig einverstanden, da ich zum trainieren herkam, jedoch die anderen alle körperlich fitter sind, da nicht schwer betroffen und gut zu Fuß sind. Aus Rücksicht auf mich wurde ich öfter gefragt ob die Strecke für mich in Ordnung sei, was ich natürlich bejahte, da ich Vollgas gebe! Also liefen wir los und ich höre während des Gehens ein Piepsen meiner L300-Bedienung. Ohoh, eine gelbe Warnleuchte, was leere Batterie bedeutet, fuck. Aber ich ging weiter und suchte mir bereits einen großen Stock, den ich zur Sicherheit zum leichten Abstützen mit mir nahm. Alle Begleiter wurden von mir informiert und wieder kam die Frage ob ich nicht zurückkehren möchte, und wieder war die Antwort „nein, weiter“. Ich konnte mir doch nicht die Blöße geben vor einem Offizier der Bundeswehr und überspielte meine Bedenken mit einem kleinen Witz über den kalten Krieg :). Aber ich fühlte mich eigentlich nur bereits leicht erschöpft und zu keinem Zeitpunkt ängstlich, da die Begleiter lle fit waren und mir im Notfall helfen würden, also marschierten wir weiter, ich hinten mit meinem Zimmernachbarn ganz hinten am reden und die fitteren voran an der Spitze. Durch das Gespräch mit meinem Nachbarn verging die Zeit wie im Flug und ich brauchte gar nicht oft auf meinen linken Fuß achten, da der Pfad immer besser wurde umso näher wir der Klinik kamen, und mein Fuß/Bein war erstaunlich stabil ohne Strom, was ich als deutliche Verbesserung nehme und sehe, da ich mich an eine Zeit in Elzach erinnere, da lief ich an einer Stange nur 3 Schritte und mein Fuß knickte um, völlig unvorstellbar heutenach einem Marsch im Wald. Unser Hauptmann führte uns dann auch wieder zur Klinik zurück, wo ich trotzdem froh war festen geteerten Boden unter den Füßen zu haben. Die Belohnung, in Form eines Kaffees, der mir spendiert wurde, war eine Wohltat sitzend auf einer Bank. Zugleich folgten lustige Sprüche meiner Begleiter ich sei doch nur ein Simulant brachten mich zum lachen, jedoch war nicht zu verkennen, dass ich mir Respekt in der Gruppe erarbeitet hatte, da mein Wille die Sztrecke zu schaffen ohne Rückkehr honoriert wurde und das Ergebnis war die erfolgreiche Ankunft ohne Zwischenfall was den Fuß betrifft. Nur zur Klarstellung, meine Physio warnte mich vor Monaten, dass ich mir bei einem starken Umknicken des Sprunggelenks, das Wadenbein im linken Bein brechen könnte oder Bänder reißen könnten, was ich natürlich nicht provozieren möchte, aber in dieser bestimmten Situation finde ich mein Handeln bis heute für richtig und die Moral der Geschichte ist „Gib nicht auf!!“ und „Lade deine Geräte immer über Nacht“, was ich jetzt jede Nacht  mache, da der akku einfach zu alt ist und einfach nicht mehr so lange hält wie früher. Auf jeden Fall war das ein guter Start in die Reha und eine kleine Geschichte wert, die sich rumsprach in der Kantine und ich mindestens 2 mal darauf angesprochen wurde :)). Und ich habe jetzt paar nette Rehakumpels mit denen ich Zeit verbringen kann.  Ich hoffe ich erlebe noch einpaar lustige Geschichten hier in meiner 3. Gailinger Zeit von denen ich dann erichten kann. Ich kann jetzt schon sagen, dass die Ergo letzte Woche meine frisch gewartete Saebo neu justiert hat, was ich klasse fand, da ich nun die Bälle sehr gut greifen kann, was das Training spaßiger macht unbd die Motivation erhöht, also voller Erfolg auf vielen Ebenen!!

Achja um einen Eindruck über den Wald hier zu erhalten einpaar Fotos:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ohne Saft kommt die wahre Power

Hallo zusammen, ich melde mich, da es doch was zu berichten gibt. Zunächst als Einleitung ich benutze zurzeit immer noch mein jetzt 3 Jahre altes Bioness L300, ein elektrischer Fußheber, der jedoch auch schon sehr mitgenommen aussieht und die Batterie macht allmählich auch schlapp, so wie heute. Also ich weiß zwar, dass ich ohne Bioness gehen kann, jedoch etwas langsamer und unsicherer als sonst. Also heute Morgen auf dem Weg zum Bus, der mich zur KGG(Krankengymnastik Geräte) bringt, also quasi ewin kleoines Fitnessprogramm am Freitag. Auf jeden Fall höre ich auf dem Weg zum Bus trotz Kopfhörer und Musik im Ohr ein Piepen, meine Bioness Bedienung zeigt „Akku leer“OHOH dachte ich erstmal, aber scheiß drauf, ich geh los. Dann dachte ich, ichspare Strom dann reicht es schon bis nach Hause. Nach 1Std KGG mache ich mich auf den Weg zu meiner neuen Physio, um ein Rezept abzugeben, dachte mir wenn ich eh schon in der city bin, no problemo. Pustekuchen. Auf dem Weg zur Physio piepst die Bedienung öfters, aber was sollte ich machen? Ich bin mitten in der Stadt, also ab zum Schlüssel, der Busbahnhof in der Stadtmitte, um Heim zu kommen und Mitten auf dem Weg merke ich wie das System von „gelb“ auf „rot“ springt und aus geht. Erste Reaktion: leichte Panik gemischt mit Angst, aber kurz danach denke ich mir das schaffe ich doch , auch wenn es gefährlich werden könnte, da ohne Strom mein Fuß droht umzuknicken.  Aber ich spielte bereits mit dem Gedanken mich langsam vom elektronischen Helfer zu lösen, also das ist der beste Test. Ich habe nun nachgeguckt, ich habe insgesamt 1,75km ohne Bioness geschafft mit einer Busfahrt und das alles bereits leicht ermüdet nach dem KGG, ich bin stolz auf mich. Ich habe die Wegstrecke per Google maps nachvollzogen und ich muss jetzt sagen, ich hatte zwar etwas Angst, aber außer der Tatsache, dass ich einfach nur langsamer als sonst lief, war  der Weg recht sicher und es drohte keinerlei Gefahr, daher überlege ich mir mein Bioness in der baldigen Reha im Februar abzulegen und die Wege aus eigener Kraft zu gehen.  Dieser Hintergedanke schwebt nun in meinem Kopf, denn letztendlich möchte ich nicht den Rest meines Lebens ein elektrisches Gerät zum gehen brauchen.  So oder so muss das Teil irgendwann weg, wieso nicht kommendes Jahr?Ansonsten wünsche ich allen Lesern und Fans schöne Weihnachten und einen guten Rutsch trotz Corona!!

 

Hier noch mein Gehweg als Karte:

Der Weg zum Schlüssel:

 

Nach der Busfahrt zum Bahnhof der Weg Heim:

 

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