Endlich komme ich dazu einen längst überfälligen Beitrag zu schreiben. Diese Woche am Mittwoch (24.10) habe ich in der Physio das erste Mal geschafft in die Grundstellung für eine Liegestütze zu kommen. Sprich beide Hände und Füße am Boden und gleichzeitig der Popo oben in der Luft, so dass das gesamte Körpergewicht auf den Extremitäten verteilt ist. Ich bin mir sicher, dass bald die Liegestützen folgen, da dies an der Sprossenwand ganz gut klappt. Beim ersten Mal mit der Grundposition für die Liegestütze half mir noch meine Physio aber mittlerweile trainiere ich dies alleine im freiwilligen Fitness, welches heute in etwa 2 Stunden beginnt und ich natürlich hingehe für etwas Cardio und meine Übungen.
Autor: karpulet
Die Uhr tickts
Hallo liebe Leserschaft,
mittlerweile bin ich jetzt schon 2 Wochen in Gailingen und wurde mittlerweile verlängert bis zum 6.11.8, womit ich noch 4 Wochen hier bleibe und insgesamt 6 Wochen hier war und ich muss gestehen die Zeit verfliegt, da man immer beschäftigt ist mit Therapien. Heute morgen habe ich absolut gemerkt, dass Freitag ist, da mein körper sich sehr müde anfühlte, da ich viel freiwilliges Training mache mit Osman, Denis und Daniel zusätzlich zu den normalen Therapien, aber so muss das auch laufen. Bin ja nicht zum Spaß hier. Übrigens war ich diese Woche alleine zu Fuß in der Stadt unten, um in der Bank Geld abzuheben. Beim Rückweg nahm ich jedoch den Schmieder-Bus, da ich etwas spät dran war zum Abendessen und es zu Fuß zu lange gedauert hätte. Es war auf jeden Fall ein gutes Gefühl frei in der Gegend rum zu laufen. Erwähnenswertes geschah auch noch: Beim Warten auf den Bus fiel mir auf wie sehr die vorbeifahrenden Autos stinken, was mir früher natürlich niemals auffiel. Jedoch befinde ich mich seit 2 Wochen im Wald auf dem Berg, wo die Luft seehr rein ist und mache deutlich mehr Sport als zu Hause. Daher war es mir möglich die vorbeifahrenden Autos zu riechen. Da ich nun meinen Entlassungstermin kenne, muss ich zu Hause meinen Therapeuten Bescheid geben, damit ich rechtzeitig eingeplant werden k
Im Wald mit Horst
Puhh heute ist Sonntag und ich spüre, dass ich gestern fleißig war im freiwilligen Training, sowohl Fitness wie auch Schwimmen war sehr gut. Zusätzlich wurde ich von meinem Bekannten Horst gefragt, ob ich nicht in den Wald laufen möchte mit ihm. Er gab mir einen Walkingstock und wir liefen los. Teilweise ging es etwas den Berg auf und eine Steigung war spürbar. Ich war sehr fokusiert auf den Weg, da der kieselig war, daher machte ich nicht viele Fotos. Der Wald ist aber sehr schön und erinnert mich stark an den Schwarzwald bei uns. Ich traf mich mit Horst um 13Uhr unten am Eingang in unserem Haus Schwarzwald. Als wir wieder zurück waren war es 14.30 Uhr. Also sind wir gute 1 1/2 Std. gelaufen und die Distanz betrug insgesamt etwa
Wo ist die nächste Steckdose?
Sehr verehrte Leserschaft,
heute ereigneten sich gleich zwei erwähnenswerte Ereignisse, daher mein Beitrag. Und zwar fuhren wir heute nach dsem Frühstück nach Kippenheim, um einen kleinen Spaziergang im Wald zu unternehmen. Also anziehen und ab ins Auto. Nach einer kurzen Fahrt waren wir schon in Kippenheim, wo ich mich nicht gut auskenne auf den Weinbergen, trotzdem fuhren wir immer weiter hoch bis wir einen Parkplatz hoch oben auf dem Berg fanden. Also stieg ich aus und lief gleich los, völlig ahnungslos und angstfrei. Also lief ich los und befand mich plötzlich bereits am Waldrand, der mit kleinen Wanderwegen bestückt war, also ideal um die Gegend zu erkunden und die Aussicht zu genießen. Hier ein Beispiel:

Und ja ich habe die Schranke selbst überwunden. Auf jeden Fall lief ich durch den hügeligen Wald zurück Richtung Auto und kam mit all den Stöcken und Mulden eigentlich ganz gut klar. Jedoch neigte ich dazu mein Bioness Fußsystem etwas höher zu stellen, damit mehr Strom ins Bein fließt, was mir automatisch mehr Sicherheit beim Laufen gibt. Also war mein System anstatt wie normal auf Stufe5-6 heute eher auf 7-9, was noch Auswirkungen auf den Tag haben soll, doch dazu komme ich noch. Also lief ich weiter durch den Wald mit Musik im Ohr und guter Laune.

Hier ein Ausschnitt der Bodenbeschaffenheit, welche nicht gerade die gemütlichste zum Laufen ist, aber das war das Training. Am Auto angekommen machte ich eine kleine Pause und spürte doch die körperliche Anstrengung, also eine kurze Rast.
Gut, dass ich gestern mit Armin in Frankreich zum Einkaufen war, daher lag noch Kronenbourg im Kofferraum des Autos.
Wir ruhten uns alle kurz aus und genoßen noch etwas die Aussicht auf die Vogesen mit französischem Bier. Daheim angekommen, ruhte ich mich erst etwas aus, während meine family in den Garten ging, um zu grillen. Ich lief einpaar Minuten später hinterher und kam im Garten etwas müde an nach dem ganzen Spazieren, aber das Gegrillte ließ die Müdigkeit verfliegen. Ich hatte in Frankreich Merguez gekauft und stand vom Tisch auf, um nach den Merguez zu sehen. Als ich am Grill stehe bemerke ich, dass Bioness nicht funktioniert, also kein Strom im Bein ankommt, worauf ich schon die Fernbedienung greife, die um den Hals hängt, und mehrmals auf den Knopf drücke. Doch nichts passiert. Ich schaue auf die Steuerung, doch sehe nichts wegen der Sonne, also laufe ich in die Gartenhütte, um das Gerät zu checken. Nach einem kurzen Check befeuchte ich die Elektroden und starte mehrmals neu, doch das Gerät bleibt deaktiviert, also eine rote Lampe leuchtet, was bedeutet, dass das Gerät nicht funktionstüchtig ist, vermutlich ist der Akku leer. Sofort schiesst mir der Gedanke in den Kopf wie soll ich nach Hause laufen? Ohoh. Ich begebe mich zurück an den Tisch und überlege, ob ich meine Mutter bitten soll mir meine Fußschiene von zu Hause zu holen, damit ich nach Hause laufen kann. Nach weiterem Nachdenken, entschließe ich mich langsam aber sicher einfach ohne Hilfsmittel nach Hause zu laufen. Sollte ich auch langsamer laufen, wäre ich dennoch früher daheim, als auf meine Mutter im Garten zu warten. Weiterhin sah es etwas nach Regen aus, also aß ich zu Ende und entschloss mich heute oder nie! Ich dachte auch an den Blog hier und das ich davon berichten könnte. Also aufgestanden und losgegangen. Der Weg vom Garten zur Schutter war schon die erste Hürde, da sehr uneben und steinig, hier ein Foto:

Also lief ich sehr behutsam und relativ langsam, zumindest langsamer als mit Bioness los. Am Bach angekommen, wurde die Straße besser, dennoch fiel mir sofort auf, dass ich erschreckend viel nach unten auf den Boden gucke beim Laufen, was mich an die erste Zeit in Elzach erinnerte, wo ich dauernd auf den Boden guckte beim Laufen, was aber an der ungewohnten Situation lag. Nach einpaar hundert Metern überlege ich kurz und bemerke, dass mein Gangbild nicht viel anders wie sonst ist, was mich freut, also laufe ich entschlossen weiter Richtung Wohnung. Selbst die hier bereits erwähnte Treppe steige ich ohne Hilfsmittel hoch. Denn bei Treppen gilt: hoch ist einfacher als runter. Kurz vor der Wohnung merke ich, dass ich heute viel gelaufen bin. Zunächst im Wald und dann noch ohne Hilfsmittel vom Garten nach Hause. Es ist einfach beruhigend zu wissen, dass ich das schaffe, wenn es nötig wäre, sozusagen im Notfall. Daheim angekommen war ich schon etwas stolz auf mich und gönnte mir zur Belohnung erstmal ein leckeres Eis.
Da freut sich nicht nur die Biene Maja
Sehr verehrte Leserschaft,
mein letzter Beitrag liegt etwas zurück, doch nicht aus Faulheit, sondern eher weil es nichts spektakuläres zu berichten gab. Dieser Zustand hat sich heute schlagartig geändert. Ich sitze gerade am Laptop und spüre schon wie müde mich der heutige Tag gemacht hat. Es begann alles heute, ein gewöhnlicher Mittwoch Morgen, schlecht geschlafen in der Nacht dank der anhaltenden Hitze, aber nicht so wild, da ich Mittwochs ausschlafen kann, da dies mein therapifreier Tag ist, was ich heute dankend tat. Also Aufstehen und Anziehen und ab zum Frühstück zu den Großeltern, mein morgendliches Ritual. Mein Opa fragte mich beim Frühstück was ich heute an meinem „freien“ Tag vor hätte, worauf ich antwortete: „ich habe immer was zu tun!“ Das ist auch keiun Spruch, sondern die Realität. Auf jeden Fall fragte er mich weiter wieso ich nicht mit ihm was unternehmen möchte.:D Naja vielleicht ein ander mal. Er erwähnte die Landesgartenschau , was ich abspeicherte. Aber eigentlich war mein Plan zunächst gemütlich in die Stadtmitte mit dem Bus, um etwas zu bummeln und einen Kaffee trinken am Marktplatz. Doch erstmal das wichtigstze zuerst: mein Augentraining! Also schnell ab nach Hause und die erste von 2 Sitzungen für heute absolvieren. Während der Trainingseinheit fällt mir die Landesgartenschau ein und ich frage mich was mich daran hindert diese zu besuchen, da diese Veranstaltung im Grunde eine große Sache ist in Lahr und ich war dieses Jahr nicht einmal dort, welch Peinlichkeit als Lahrer. Also prüfte ich den Busfahrplan nach meiner absolvierten Trainingseinheit und sehe schnell, dass mich der Bus direkt zur LGS ( Landesgartenschau) bringen kann, also ab zur Bushaltestelle an der Johann Peter Hebel Schule, wo der Bus um 11Uhr mich mitnehmen kann. Auf dem Weg zur Haltestelle bemerke ich die Sonne, die heute besonders sticht und eine wahnsinnige Hitze erzeugt. Es war so heftig, dass ich während dem Warten von der Bank aufstehen musste, um kurz in den Schatten zu laufen. Da kam mir kurz ein kleiner Zweifel, ob die LGS heute so sinnvoll sei, aber egal! Der Ausflug wird durchgezogen. Da es keine direkte Verbindung gibt, musste ich am Bahnhof umsteigen in eine andere Linie. Mit Hilfe des Internets wusste ich bereits auf welche Linie und an welchem Bussteig ich zu warten habe, also nehme ich Platz auf einem der vielen Bänke am neuen Busbahnhof, welcher eigens für die LGS modernisiert wurde. Ich blicke kurz auf die Tafel und sehe ich habe noch circa 15min. Gute Gelegenheit mir einen Kaffee zu holen beim Bäcker am Bahnhof, damit die Zeit etwas verfliegt, also stehe ich auf und laufe ein Stück Richtung Hauptgebäude, als ich angesprochen werde von einem alten Mann, der sowas wie einen Sauerstoffschlauch in der Nase trägt, angeschlossen an eine Maschine um seine Schulter. Er frägt mich welcher Bus in die Stadt fährt!? Ehhhh keine Ahnung aber mein Bus fährt zur LGS und dann in die Stadt zum Schlüssel, was ich ihm auch sage. Er bedankt sich und geht seiner Wege, wie auch ich zum Bäcker weiterlaufe. Mit einem Kaffee in der Hand kehre ich zum Busbahnhof zurück und suche mir einen gemütlichen Platz im Schatten, als ich von einem anderen Mann mit Stock angesprochen werde, ob ich wisse wie man zur LGS komme. Ich lächele und sage da will ich auch hin und erkläre ihm, dass der 102er in einpaar Minutten kommt und ich auch zur LGS möchte. Ich setze mich in einenb Holzstuhl, um auf den Bus zu warten und trinke meinen Kafee , da bemerke ich, dass sich der Mann mit dem Stock quasi zu mir setzt, da wir ja beide am Bussteig 2 warten müssen. Ich frage ihn ob er aus Lahr sei, nein aus Vaihingen Enz bei Stuttgart, was ich gut kenne aus meiner Zeit in Stuttgart. Doch worauf ich überhaupt mit dem Mann hinaus wollte ist: Beim Sitzen frage ich ihn wieso er einen Stock braucht, da ich auch mal am Stock lief und seiner so hübsch aussieht. Er antwortet er habe Probleme mit dem Knie und sagt: “ Ja so wie Sie, Sie habhen doch auch was am Knie oder?“ und zeigt mit dem Finger auf mein Fußhebersystem von Bioness, welches knapp unterm linken Knie sitzt. Aha interessant, dass er denkt ich hätte Knieprobleme und nicht eine Halbseitenlähmung, denn exakt die gleiche Ferndiagnose bekam ich schon mal vor einiger Zeit, als ich im Tierheim war, wo der Mitarbeiter fragte, ob ich einen Kreuzbandriss hätte und deswegen etwas humple. Solche Aussagen sehe ich eher als Kompliment, da nicht genau zu sehen ist was mir fehlt. Zurück zur Geschichte: Der Bus fährt ein und die Leute steigen ein. Ich zucke nur meinen Ausweis des Versorgungsamtes und setze mich hin. Die Fahrt dauert keine 5 Minuten und wir sind an der LGS
Die üblichen Verdächtigen
Lieber Leserschaft,
ich melde mich nach einigen Tagen Ruhe zurück aus der Versenkung. Ich würde gerne behaupten, ich war so viel beschäftigt, weil ich ununterbrochen mit der Handschiene trainiert habe, was zum Teil natürlich der Fall war, jedoch musste ich heute sowohl das H200 für die Hand, wie auch die Fernbedienung für das L300 fürs Bein zur Reparatur bringen, da nach knapp 2 Jahren Nutzung und kurz vor Ablauf der Garantie die Akkus gewechselt werden müssen, da sie sich nicht mehr laden lassen. Also kurz vor Garantie-Ende kann ich alles erneuern lassen auf Kosten von Bioness, zum Glück. Irgendwie hat das die Firma falsch kalkuliert. Üblicherweise treten solche Fälle kurz nach Ablauf der Garantie auf. Mein Glück, dass es in meinem Fall wohl anders kam. Auf jeden Fall, wurde mir heute auch gleich erklärt wie ich den Akku selber wechseln kann, da die Bedienung einen einfachen AA- Akku verbaut hat, welcher aber nur mit etwas Fachwissen ausgebaut werden kann. Mein netter Bioness-Vertreter vom Sanitätshaus zeigte mir heute kurz die Vorgehensweise, damit ich es beim nächsten mal selbst machen kann, da beim nächsten mal die Garantie definitiv nicht mehr greift. Alles nicht so tragisch, da ich Batterien und Akkus eher als Verschleißteil sehe und mich die kurze Reparatur im Training nicht weit zurück werfen wird. Das Augentraining läuft kontinuierlich und stabil weiter, worauf ich auch etwas stolz bin, da ich dabei Hartnäckigkeit und Engagement zeige, was sicherlich belohnt werden wird. Weiterhin habe ich bislang noch kein Feedback der Fernuni Hagen erhalten, wobei das auch bis zu 4 Wochen dauern kann.
Achja als kleinen Nachtrag wollte ich mir kurz selbst auf die Schultern klopfen, denn vergangenen Samstag, den 11.08.18 lud ich zu einer Grillparty bei mir im Garten ein, welche echt Spaß gemacht hatte und sehr lustig war und vor allem lecker, wie hier zu sehen:

Es war eine sehr kleine und private Runde, was nicht verkehrt war, da so jeder zu Wort kam und wir uns den ganzen Abend gut unterhielten.
Morgen beginnt die Mitte der Woche und somit mein „freier“ Tag, an dem ich wohl gezwungener Maßen mehr Bodenübungen machen muss, da meine elektrischen Helfer in Reparatur sind. Aber eine gesunde Mischung aus verschiedenen Übungen ist wohl das Beste und solange ich überhaupt etwas mache ist es schon gut.
Ansonsten ist nicht viel spektakuläres passiert in den letzten Tagen, bleibt aber trotzdem dem Blog treu, da nach jeder Sommerpause ein Comeback vorprogrammiert ist.
Wo liegt das Problem?
- Hallo lieber Leser,
Wie die Zeit verfliegt
Verehrte Leserschaft,
fast vergessen war gestern, also am Donnerstag den 02.08.18, ein besonderes Ereignis, welches fast in Vergessenheit geraten wäre, hätte ich nicht gerade meinen Terminkalender im Handy gecheckt. Und zwar bin ich seit gestern ein ganzes Jahr anfallsfrei, sprich ich hatte das vergangene letzte Jahr keinen weiteren epileptischen Anfall mehr, so dass ich berechtigt wäre ein Fahrzeug zu führen , ohne den Versicherungsschutz zu verlieren. Also wirklich ein wichtiges Datum in meiner Krankheitsgeschichte, weil ich somit in der kommenden Reha beim Wassersport mitmachen darf, was ich Januar 18 noch nicht durfte. Also arbeite ich jetzt weiter am Gesichtsfeld, um es dann in der Reha testen zu lassen. Wie bereits erwähnt ist mir das Auto fahren sehr wichtig zur Zeit, obwohl ich mittlerweile Bus fahren gar nicht so übel finde, wieso ih auch morgen mit dem Bus zu Nik’s Party fahren werde, um nicht immer abgeholt werden zu müssen. Von der Lamm- Apotheke bis zu Niks Wohnung ist es nicht sehr weit, also nehme ich den Bus. Morgen stoße ich dann auch auf die Anfallsfreiheit an. Ein weiteres Jahr überlebt ohne zu sterben! Juhuu . Aber die Zeit ist echt verflogen. Ich schätze das liegt daran,dass ich immer beschäftigt bin mit Training.
Wohin fahren wir?
Liebe Leser,
heute war ein spannender Tag. Ich stand heute recht gut auf gegen 9 Uhr wie gewohnt und begab mich zum Frühstück zur Großmutter. Ich schaute stetig auf die Uhr, da ich ja geplant hatte in die Stadt zu fahren, also Kaffee trinken und nochmal schnell heim, da ich meine Tabletten vergessen hatte zu nehmen und morgenj, also am 2.8 jährt sich mein letzter epileptischer Anfall, also bloß nichts riskieren und auf Nummer sicher gehen. Ich will sicherlich nicht nochmal 1 Jahr auf meinje Fahrerlaubnis warten. Daheim sitzend gucke ich auf die Uhr, es ist 10.15Uhr. Um 11 Uhr fährt der Bus, also genug Zeit um noch schnell mein Augentraining zu absolvieren. Da dies zur Zeit bei mir im Fokus steht, gibt es keine Ausreden oder Ausflüchte das Training nicht zu machen, also9 ran an den PC. Etwa eine halbe Stunde später bin ich fertig, genau rechtzeitig. Schnell Schuhe an und ab zum Bus an die Johann-Peter- Hebel- Schule. Ich eile zur Haltestelle und sehe den beeile mich, da es langsam knapp wird und die Hitze wieder drückt wie die letzten Tage schon. Etwa 250m vor der Haltestelle kommt der Bus an und ich signalisiere dem Busfahrer mit einer gehobenen Hand, dass ich mit will, jedoch noch die Straße kreuzen muss. Ich laufe auf die andere Straßenseite und der Bus fährt direkt vor mich, da der nette Fahrer mich gesehen hatte und mich freundlicherweise mitnimmt. Okay schon mal richtig korrekte Akion vom Fahrer. Ich steige ein und er weiß schon Bescheid, dass ich einen Fahrausweis habe mit dem ich kostenlos fahren darf vom Versorgungsamt, kurzer Blick, alles klar, ich bedanke mich bei ihm für sein anständiges Verhalten, worauf er nur locker meint: Achwas kein Problem. Netter Kerl. Hmm im Bus der Linie 103 ist es angemehm kühl, dank einer funktionierenden Klimaanlage. Oha die Busfahrt beginnt mit einem absolut guten Gefühl. Die SWEG kann sofort bei mir punkten. Ich suche mir einen freien Platz und merke erst wie leer der Bus ist, was mich nochmals positiv stimmt. Die Fahrt geht los Richtung Bahnhof, wo nur wenige Leute einsteigen, dann geht es weiter auf der Schwarzwaldstraße Richtung Stadtmitte. Am Kanadaring steigen wieder ein paar Leute ein, überwiegend ältere Damen oder Jugendliche, überwiegend nette Leute, die ruhig mitfahren und keinen Lärm machen, also eine durchaus gute Fahrt bisher. Beim Pascha Döner fahren wir hoch zum Kreisverkehr bei der ehemaligen Michele Videothek, also dort wo ich immer Physio habe und ich merke langsam, dass ich im Notfall durchaus mit dem Bus zum Training fahren könnte. An der Haltestelle „Lammstraße“ steige ich aus und laufe Richtung Kino Forum, zu meinem Friseur, bei dem ich gestern einen Termin auf 11.30 gemacht habe. Ich liege bestens in der Zeit, den kurzen Weg schaffe ich mühelos und komme genau pünktlich an. Beim Friseur angekommen gibt es erst eine kostenlose und kühle Uludağ Dose zur Erfrischung, das nenne ich Service. Also bisher scheint mir der Trip sehr komfortabel und schnell gegangen zu sein. Angenehme Fahrt und jetzt weiß ich zumindest welche Stationen der Bus anfährt, gut zu wissen für die Zukunft. Die Wartezeit hält sich in Grenzen und ich komme dank Termin schnell dran, direkt beim Chef Aladin, der mich schon gut kennt, also einmal wie immer bitte, alles klar. Er fängt an zu schneiden und frägt wie der Urlaub auf Mallorcca war, oha das hatte er sich vom letzten Mal gemerkt, nicht schlecht Aladin, wann machst du denn Urlaub und wo? Türkei? Wir fangen an zu plaudern und er erzählt mir etwas von seinen Töchtern, eine freundschaftliche Atmosphäre entsteht, so muss es sein. Locker flockig schneidet er mir die Haare wie immer und gibt mir ein kleines Kompliment, dass ich schönes Haar habe. Oh danke Alter, aber wo der Mann recht hat, da hat er Recht. Nach kurzer Zeit ist er fertig und ich stehe auf zum bezahlen, zack noch schnell einen Stempel in meine Kundenkarte, denn der 11. Schnitt ist umsonst, das ist fair, wobei 12€ wirklich angemessen sind, wie ich finde, dazu noch eine kleine Rasur am Nacken und am Haaransatz, ich kann mich nicht beschweren. Einfach der Friseur meines Vertrauens. Ich verlasse das Hair House und laufe über den Urteilsplatz zur Stadtbibliothek. Deswegen bin ich ja ursprünglich in die Stadt gefahren, um Material über Dinglingen und Lahr zu finden, die Nik und mich etwas weiter bringen, also ab in die Bib, die sich auf den ersten Blick stark verändert hat. Alles viel moderner mit PCs usw. Selbst der Name ist nun anders. Es ist nicht mehr die Stadtbibliothek, sondern die Stadt- Mediathek. Weiterhin sitzen nicht mehr ältere Leute an der Theke, sondern verdammt jungte Leute, also hat sich einiges getan in den letzten 10 Jahren. Um mir Zeit zu sparen frage ich einen jungen Mann wo ich Geschichtsbücher über Lahr und Umgebung finde, ahhh Heimatkunde, dort lang. Alles klar. Ein ganzes Regal über Lahr, Hugsweier, Dinglingen usw. Jackpot. Ich finde einige Sachen, die mir brauchbar erscheinen und nehme sie mit zur „Kasse“. Dort angekommen sitzt der gleiche junge Mann dort und ich frage ihn ob mein alter Ausweis noch gültig ist? Er scant ihn ein und PIEP, nein leider nicht. Ok, was nun? Ja ich hätte die Möglichkeit für 22€ einen neuen zu machen mit diversen Vorteilen, Online-Angebote und eBooks und weiß Gott was noch. Moment mal, ich habe dochj einen Schwerbehindertenausweis! Geht da was preislich? Er telefoniert kurz und die Antwort lautet: Nein! Aha dann warten Sie mal ab in paar Jahren bin ich evtl. Anwalt und dann gibts gleich mal ne Anzeige wegen Verletzung des Gleichstellungsgesetzes oder so in der Art. Ich blödel etwas rum, der junge Mann lacht und erklärt mir nebenbei die neuen Geschäftsbedingungen und das ich online verlängern kann etc. Okay aber ich bräuchte eine Tasche, hätten Sie mir eine Gegen Aufpreis von 20cent kriege ich eine Tasche und einen neuen Ausweis, der ab heute 2 Jahre gültig ist. Anstatt einer Barzahlung wird mir auch ein automatisches Lastschriftverfahren angeboten, das ich dankend ausschlage, ich zahle lieber Bar und wer weiß ob ich in 2 Jahren die Karte noch brauche. Also verlasse ich zufrieden die Mediathek mit einer vollen Tasche und bemerke erst, dass ich gar nicht an die Uhrzeit gedacht habe. Völlig zeitlos in der Bibliothek gewesen, da niemand auf mich wartet und ich machen kann was ich will. Ein herrliches Gefühl. Ich denke über die heimfahrt nach und bemerke, dass ich zum Schlüssel muss doch wann fährt denn ein Bus zurück nach lahr West? Ein Blick auf mein Handy und ein kurzes surfen im Web beantwortet die Frage..ich habe noch genug Zeit um zum Schlüssel zu laufen, wobei der Weg schon etwas Weit ist aber kein Problem. Ich laufe los und hätte Lust auf ein Getränk, aber leider ist die Bäckerei bei meiner Ergotherapie leider im Urlaub. Kein Problem. Da ist ja die Aral Tankstelle daneben und ich denke mir was kühles wäre jetzt genau richtig, also ab zur Tanke. Ich betrete den Laden und sehe an der Trese einen alten Bekannten, jascha, der Aral Mann, der uns früher immer nach 22uhr Bier verkauft hat. Richtig korrekter Kerl. Ich grüße ihn und hole mir einen Durstlöscher und ab zur Kasse.salam jascha lange nicht gesehen. Wie geht’s? Ich merke er schaut auf meinen linken Arm und frägt was mit mir los ist? Ohje Jascha. Lange geschichte. Unfall gehabt und Koma und so scheiß. Schlaganfall etc etc. Er scheint schockiert und wünscht mir gute Besserung. Ich zahle und laufe raus und setze mich in ein schattiges Plätzchen. Ganz gemütlich. Ich habe ja genug Zeit. Bloß keine Eile. Ich trinke gemütlich aus und beobachte die Leute. Irgendwie ein cooler Tag bisher. Mein Ausflug gefällt mir gut. Nach der kurzen Pause laufe ich los Richtung Schlüssel und angekommen merke ich habe noch 20 Minuten. Ich will aber nicht in der Sonne sitzen , es ist doch sehr warm heute . Oh welch Glück da steht eine heitzmann Bäckerei an der Ecke. Ein Kaffee geht immer also ab in die Bäckerei. Ich betrete den Laden und wundere mich über die angenehme kühle Luft im Inneren. Super Laden. Hat eine Klimaanlage. Ein Milchkaffee und eine Capri Sonne später wird es langsam Zeit zur Bushaltestelle zurück zu laufen und siehe da. Ich setze mich auf die Bank und der Bus nach lahr West fährt vor. Ich zucke wieder meinen Ausweis und nehme Platz. Uhhh angenehm kühl. Diesmal ist der Bus voller aber völlig im Rahmen. Wir fahren gemütlich los und etwa 15 Minuten später steige ich in lahr West aus. Bus fahren macht echt Spaß und ich komme ja überall hin. Wahnsinns Erkenntnis. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind in lahr echt gut. Heute habe ich mich echt ungebunden und frei gefühlt . Gemütlich Kaffee trinken und ohne Zeitdruck durch die Stadt gehen macht echt Spaß.
Gasthaus zur guten Quelle damals und heute
Sehr verehrte Leserschaft,
und wieder neigt sich ein schöner Tag dem Ende mit spannenden Erkentnissen und gutem Training. Heute Vormittag war ich wie jeden Dienstag bei meiner Physio in und auch heute war ich gut am schwitzen und das nicht nur wegen der anhaltenden Hitzewelle. Während des Traings machte mich meine Physio auf meine Gangart aufmerksam, was typisch für hemis zu sein scheint, was ich im Laufe des Tages auch verstanden habe, und zwar drehe ich meine „schwache“linke Seite beim laufen nach vorne, was zur Folge hat, dass das rechte Bein mehr Arbeit übernimmt und die gelähmte Seite entlastet wird. Das ist völlig kontraproduktiv für die Genesung, da ich lernen muss die linke Seite zu benutzen. Daher habe ich heute beim „zum Essen laufen“ verschiedene Gangarten probiert und tatsächlich festgestellt, dass die linke Seite voraus läuft und das linke Bein mehr arbeitet, wenn ich mit rechts voraus laufe. Das behalte ich jetzt im Hinterkopf und versuche am Gang zu arbeiten in Zukunft. Mir selber fallen solche Sachen gar nicht auf, weil ich laufe wie ich nun mal laufe. Aber dafür ist die Physio ja auch da. Auf jeden Fall wusste ich bereits heute Mittag, dass ich Nik abends treffen werde, um das Gasthaus tzur guten Quelle zu fotografieren.

Nik hatte das Gebäude bereits ausfindig gemacht.
Also begaben wir uns erst zu einem kleinen Abendessen in den Schlemmer, um Energie zu tanken für die vorstehende Mission. Nach dem Essen fuhren wir gleich zur heutigen „guten Quelle“, wo eine osteuropäische junge Dame direkt an der Ecke eine Zigarette rauchte, was das fotografieren des Gebäudes störte, also drehten wir eine Ehrenrunde und schasuten uns kurzdie Gegend drum rum an. Doch viel spannendes, bzw. altes fanden wir nicht, weil die Ecke eher zum Industriegebiet gehört und eher jung ist in Lahr. Beim nochmaligen durchfahren war die Dame verschwunden, also raus aus dem Auto und Perspektive suchen. Nik und ich als eingespieltes Team finden schnell den Winkel und die Perspektive und hier das Ergebnis:
Nach über 100 Jahren ist die gute Quelle noch sowas wie ein Gasthaus 😀 Nach dem Foto fuhren wir noch durch Dinglingen mit scharfem Auge auf den Häusern. Im Auto wurde der Stadtteil Langenwinkel und dessen Umsiedlung zwecks des Flugplatzes thematisiert, bei der Nik mit viel Wissen glänzte. Rund um ein spannender Abend und morgen steht mein Ausflug zur Stadtbibliothek an, weil noch viele Puzzleteile fehlen. Es bleibt spannend. Fraglich war und bleibt auch die Lage der oberen Schmiede! Ich werde auf jeden Fall weiter berichten.
