Spaziergänge sind nicht nur für alte Leute

Bei dem heutigen schönen Wetter traute ich mich nach draußen, um  einen kleinen Spaziergang zu machen Richtung Schrebergarten, wo die ersten schon heim sind, weil ich zu spät kam, nicht schlimm, da man derart in Ruhe speisen kann. Auf jeden Fall ist der Weg am Bach entlang immer etwas unangenehm für nen Hemi, da rücksichtslose Fahrradnazis und andere Sportfreunde die Strecke als Rennstrecke missbrauchen, was mich dazu zwingt kleine Abkürzungen zu nehmen um unverletzt und lebend ans Ziel zu kommen. Wie sich mein Blick geschärft hat hinsichtlich Barrierefreiheit bei Toiletten und Gaststätten, nachdem ich 6 Monate selbst im Rollstuhl saß, so entwickelte ich mittlerweile auch einen Blick für Abkürzungen und risikofreie Strecken. Wie auch immer benutze ich um in den Garten zu kommen eine etwas andere Strecke, als gewohnt, da ich beim Spazieren immer Kopfhörer trage, um mich von der Außenwelt zu isolieren und um natürlich motivierende Musik zu hören, was sehr angenehm ist beim Laufen. Auf jeden Fall benutze ich bei der vorhin erwähnten Strecke eine große und etwas geheime Treppe, die hier zu sehen ist:

 

Auf dem Hinweg benutze ich sie von oben nach unten, also mit dem Geländer rechts. So weit so gut.  Auf dem Rückweg heim habe ich in der Vergangenheit eine andere Strecke benutzt, da mir die Treppe ungeeignet schien für den Rückweg, da  von unten nach oben ist das Geländer links und somit unbrauchbar für mich. Jedoch habe ich mich heute entschlossen die verdammte Treppe trotzdem aufzusteigen und siehe da es klappte beim ersten Anlauf. Bin die Stufen grazilhinauf gekommen und konnte somit gemütlich nach Hause laufen. Klingt für den Durchschnittsbürger vielleicht nicht sehr spektakulär, jedoch für mich ist das ein kleiner Erfolg auf dem Weg der Genesung, wenn ich bedenke wie ich mit meiner ersten Physio trainiert habe eine Treppe ohne Geländer nur mit der Berührung der Wand zu besteigen.  Denn nicht jede Treppe da draußen hat immer ein Geländer. Auf jeden Fall hab ich mich heute etwas über diese „Meisterleistung gefreut, wobei mir dann ein Spruch eines Mitpatienten einfiel, der sagte , dass rauf immer leichter sei wie runter, was ich mittlerweile auch so bestätigen kann. Gleich das nächste kleine Ziel abgesteckt. Nächstes mal benutze ich die Treppe runter wie rauf ohne Geländer.  Trotzdem war dieser heutige Moment so prägend für mich, dass ich gleich ein Foto von der Treppe machte, da ich auch gleich an meinen Blog hier dachte. Morgen gehen wieder die regulären Therapien los, was mich freut, da ich mich mit den meisten Therapeuten auch privat gut verstehe und  der Muskelkater immer noch anhält, was mich doch wundert, weil ich heute verdammt lange geschlafen habe.

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Ich werde gleich nach Beendigung dieses Beitrages ein neues Produkt einpflegen. Und so wird der Shop nach und nach immer größer ;)) stuck fur stuck.

Schatz ich habe die Pille vergessen

Es ist soweit, und nein niemand ist schwanger. Ich nehme heute seit über 1 Jahr das erste Mal keine Medikamente. Die pure Entgiftung für den Körper. Wenn ich den Sonntag heute ohne Zwischenfall rum bekomme, dann ist es der ultimative Beweis für die Unfähigkeit der Medizin den Grund eines Leidens zu identifizieren. Durch meinen ersten epileptischen Anfall in der Hochschule offenburg wurde ich medikamentös eingestellt. Dieser Anfall war im März 2017. Doch die Frage die mich lange plagte warum gerade an diesem Tag und warum nie früher in der Reha in elzach? Der Grund für den Anfall war sehr mysteriös, und trotzdem wurde ich einfach mit Medikamenten behandelt ohne genau zu wissen was genau der Grund war. Jetzt habe ich entschieden die Sache selbst in die Hand zu nehmen und setze die Pillen eigenmächtig ab. Dafür übernehme ich auch vollends die Verantwortung.

Nein zur Pharmalobby

Heute ist Samstag, der 21.7.18 und ich habe heute meine Epelepsietabletten halbiert, um sie morgen langsam abzusetzen. Ich habe diesen Schritt im Vorfeld schon mal mit meinem Neurologen besprochen und die Prozedur ist ganz einfach: Erst Reduktion der Dosis, dann Gewöhnung und dann Absetzung, was auch ein großes Ziel ist, da ich nicht ewig diese hochdosierten Tabletten schlucken möchte. Und seltsam ist auch das ich Silvester 2017 zusammen mit Corina gefeiert habe und damals auch Alkohol trank ganz ohne Medikation, also war es möglich. Seither ist viel passiert und ich komme im Alltag immer besser zurecht, was gut ist , da die Stabilität im Alltag ganz wichtig ist.  Es gibt die Theorie, dass epileptische Anfälle durch motorische Konflikte ausgelöst werden, was ich mittlerweile bestätigen kann, da selbst erlebt. Stabilität im Alltag führt zur Vermeidung von Situationen in denen motorische Konflikte entstehen können. Daher habe ich die Entwöhnung jetzt auch auf das Wochenende gelegt, damit ich in Ruhe meine Theorie bestätigen kann oder widerlegen. Wird sich morgen zeigen, da ich Abends mit Niklas ausgehen werde ohne Medikation. Ein Stück mehr Normalität.

Mir fällt gerade auf, dass dies mein erster Blogeintrag ist, jedoch bestimmt nicht der letzte. Übrigens arbeite ich zur Zeit an Liegestützen :)) Stuck fur Stuck, wie mein alter Pfleger Getano zu sagen pflegte. Mein Muskelkater im Hintern tut noch weh, aber dadurch merke ich im Training welche Muskeln beansprucht werden.

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